netWORKSGroup-News Nr. 1/2016 – 24.05.2016

Inhalt


Sehr geehrte Damen und Herren,

der Forschungsverbund netWORKS möchte Sie wieder über einige aktuelle Aktivitäten informieren. Wir sind mit netWORKS 3 auf die Zielgerade eingebogen. In den vergangenen Wochen und Monaten stand die Vertiefung, Synthese und interdisziplinäre Überprüfung unserer Ergebnisse zu technischen Varianten neuartiger Wasserinfrastrukturen, räumlichen Potenzialen sowie der Kooperation und Koordination der Akteure im Mittelpunkt unserer Arbeiten. Die Ergebnisse werden nun Schritt für Schritt veröffentlicht.

Wir freuen uns, Sie mit diesem Newsletter auf unser aktuelles netWORKS-Paper zu Kooperationsmodellen hinweisen zu können. Die KollegInnen Kerber, Schramm und Winker zeigen auf, wie mit einer bewusst gestalteten Kooperation in den verschiedenen Phasen der Umsetzung von neuartigen Wasserinfrastrukturen Transformationsrisiken und institutionelle Hemmnisse bearbeitet werden können. Auch möchten wir Sie über die Vorstellung von netWORKS im Rahmen der Abschlusskonferenz der BMBF-Fördermaßnahme „INIS – Intelligente und multifunktionelle Infrastruktursysteme für eine zukunftsfähige Wasserversorgung und Abwasserentsorgung“ über die aktuellen Ergebnisse informieren und vom Stand der baulichen Umsetzung in Frankfurt/Main berichten, wo die Vermietung der Wohnung nun startet.

Für den Forschungsverbund netWORKS

mit freundlichen Grüßen
Martina Winker


netWORKS-Paper zu Kooperationsmodellen erschienen

Im aktuellen netWORKS Paper stellen Heide Kerber, Engelbert Schramm und Martina Winker vor, wie ein bewusst gestaltetes Kooperationsmanagement die Umsetzung neuartiger Wasserinfrastruktursysteme befördern kann.

Mit der Anwendung neuartiger Wasserinfrastrukturen verändern sich die im konventionellen System erprobten Arbeitsteilungen zwischen verschiedenen Akteuren. Neuartige Wasserinfrastrukturlösungen beschränken sich nicht auf einzelne Sektoren (bspw. Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung, Energieversorgung, Grünflächenmanagement), sondern sie betreffen mehrere Bereiche gleichzeitig. Damit stellen sich zwei zentrale Fragen: Welcher Koordinationsbedarf ist bei der Umsetzung neuartiger Wasserinfrastruktursysteme zu erwarten und wie kann die Kooperation zwischen Akteuren optimiert werden?

In diesem Kontext sind Kooperationsmodelle wichtig, weil sie dabei helfen können, die Rollen und Aufgaben der verschiedenen Akteure zu benennen und günstige Konstellationen zwischen ihnen zu ermitteln. Durch den frühzeitigen Austausch mit anderen relevanten Akteuren lassen sich Unsicherheiten in Bezug auf neuartige Wasserinfrastrukturen besser einschätzen. Im Projekt netWORKS 3 wurden exemplarisch Kooperationsmodelle für neuartige Systeme entwickelt. Diese werden für die unterschiedlichen Phasen des Transformationsprozesses (Planung, Umsetzung und Betrieb) vorgestellt. Dabei wird gezeigt, welche neuen Kooperationen jenseits bestehender Routinen benötigt werden und wie die Formen der Zusammenarbeit entwickelt werden können.

Kerber, Heide, Engelbert Schramm, Martina Winker: Transformationsrisiken bearbeiten: Umsetzung differenzierter Wasserinfrastruktursysteme durch Kooperation (pdf, 6 MB). Berlin 2016, 49 S., (netWORKS-Papers Nr. 28),

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netWORKS mit Vorträgen und Stand auf der INIS-Abschlusskonferenz präsent

netWORKS war mit einem Projektstand und zwei Vorträgen auf der INIS-Abschlusskonferenz (BMBF-Fördermaßnahme „Intelligente und multifunktionale Infrastruktursysteme für eine zukunftsfähige Wasserversorgung und Abwasserentsorgung“) am 20./21. April 2016 in Berlin vertreten.

Martina Winker (ISOE) stellte in ihrem Vortrag (pdf, 415 kB) die Ergebnisse zur Auswahl, Bewertung und Erfahrungen mit Transformationsräumen in Frankfurt/Main und Hamburg für die Umsetzung neuartiger Wasserinfrastrukturen vor. Zentrale Botschaften sind, dass

  • die weitere Erprobung von Systemvarianten in Teilräumen zur Gewinnung von Beispielen und Erfahrungen für eine integrierte Planung neuartiger Wasserinfrastruktur sehr wichtig ist.
  • eine systemische Verknüpfung der Einführung neuartiger Wasserinfrastrukturen mit anderen laufenden Prozessen insbesondere im Bereich der Energiewende auf kommunaler Ebene (u.a. Energienutzungspläne, energetische Quartierskonzepte, Klimakonzepte, etc.) gesucht werden sollte.

Jan Hendrik Trapp (Difu) ging in seiner Präsentation (pdf, 108 kB) auf Strategieoptionen von Wasserunternehmen und Handlungsspielräume in der Transformation von Wasserinfrastruktur ein.

  • Die Einführung neuartiger Wasserinfrastrukturen bedingt, dass bekannte und eingeübte Abstimmungen, Verfahren und Kompetenzen der Akteure nicht mehr greifen und spezifische Ressourcen (z.B. methodische Kompetenzen) z.T. aufgebaut werden müssen.
  • In der Einführung neuartiger Wasserinfrastrukturen liegen für Unternehmen Chancen, neue Strategien und Geschäftsfelder zu erschließen und damit Ressourcen im Unternehmen für eine Transformation zu sichern bzw. aufzubauen. Grundsätzlich bieten sich vielfältige Organisations- und Managementmodelle an. Die Schnittstellen zwischen Ver- und Entsorgungssystemen, Aufgabenbereichen und Planungsebenen sind gezielt in den Blick zu nehmen.

Die Vorträge und weitere thematische Poster zu den netWORKS-Ergebnissen und Botschaften vom Projektstand sind auf der netWORKS Website verfügbar.

Zum Download:

Mehr Informationen zur INIS-Abschlusskonferenz: http://www.bmbf.nawam-inis.de/veranstaltungen/inis-abschlusskonferenz

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Umsetzung neuartiger Wasserinfrastrukturen in Frankfurt auf der Zielgeraden

netWORKS 3 untersucht nicht nur die Möglichkeiten einer Transformation hin zu einer nachhaltigeren Abwasserinfrastruktur, sondern beteiligt sich auch an der Umsetzung derselben. Daher findet in Frankfurt am Main eine praktische Umsetzung auf Blockebene unter federführender Verantwortlichkeit der ABG FRANKFURT HOLDING statt. Im Stadtteil Bockenheim ist ein Passivhausneubau mit 66 Wohnungen und einer Kindertagesstätte entstanden. In diesem Gebäudekomplex werden sowohl innovative Technologien der Wärmerückgewinnung aus Abwasserströmen als auch der Grauwasserbehandlung und Brauchwassernutzung eingesetzt und erprobt.

Das Passivhaus wird im Juni 2016 bezugsfertig sein. netWORKS 3 begleitet im Weiteren die Umsetzung über Befragungen zur Mieterakzeptanz sowie durch die Begleitung des Betriebs und Analysen von Betriebsaufwand und -kosten.

Gebäudespezifische Daten und Eindrücke von der aktuellen Anlagentechnik sowie dem Gebäude können Sie hier (pdf, 4,09 MB) einsehen.

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Ausblick: Abschlussveranstaltungen in Hamburg und Frankfurt/Main, weitere Veröffentlichungen

  • Abschlussveranstaltungen netWORKS 3 in Hamburg und Frankfurt/Main

Für Ende September sind in den Modellregionen und Praxispartnerstädten Hamburg und Frankfurt/Main jeweils Abschlussveranstaltungen mit den örtlichen Akteuren geplant. Weitere Informationen zu diesen Veranstaltungen schicken wir Ihnen im kommenden Newsletter.

  • Weitere netWORKS-Papers stehen kurz vor der Veröffentlichung

In den kommenden Wochen werden weitere netWORKS-Paper zu möglichen Geschäftsmodellen für Unternehmen, Stoffstromanalysen der verschiedenen technischen Systemvarianten, den rechtlichen Rahmenbedingungen neuartiger Wasserinfrastrukturen, deren integrierter Bewertung und eine institutionen-ökonomische Analyse möglicher Koordinationsprobleme erfolgen.

Wir werden Sie über die Veröffentlichung dieser und weiterer Publikationen des Forschungsverbundes netWORKS 3 im nächsten Newsletter informieren.

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Allgemeiner Hinweis

netWORKS 3 wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) innerhalb der Fördermaßnahme "Intelligente und multifunktionelle Infrastruktursysteme für eine zukunftsfähige Wasserversorgung und Abwasserentsorgung" (INIS) im Förderschwerpunkt "Nachhaltiges Wassermanagement" (NaWaM) gefördert. Diese wiederum sind Bestandteil des BMBF-Programms "Forschung für nachhaltige Entwicklungen", kurz FONA, (http://www.fona.de). Zuvor wurde der Forschungsverbund "netWORKS" vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Förderschwerpunkts "Sozial-ökologische Forschung" gefördert.

Die bisherige Arbeit des Forschungsverbunds netWORKS ist im Internet unter http://www.networks-group.de/ dokumentiert.

Kontakt netWORKS 3:
Dr. Martina Winker
ISOE - Institut für sozial-ökologische Forschung GmbH
Hamburger Allee 45 60486 Frankfurt
Tel.: 069/7076919-53
E-Mail: winker@isoe.de

netWORKS-Kontakt am Difu:
Jens Libbe
Deutsches Institut für Urbanistik
Zimmerstraße 13-15, 10969 Berlin
Tel.: +49 (0)30/39001-115, Fax: +49 (0)30/39001-241
Email: networks@networks-group.de


Impressum

Forschungsverbund netWorks
http://www.networks-group.de
Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH
Zimmerstraße 13-15
10969 Berlin

Sitz Berlin, AG Charlottenburg,
HRB 114959 B
Geschäftsführer: Prof. Dipl.-Ing. Martin zur Nedden


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